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Koloskopie

Bei der Koloskopie (Darmspiegelung) handelt es sich um eine risikoarme Untersuchung des gesamten Dickdarmes und unteren Dünndarmes mit einem flexiblem Endoskop.

Gründe für eine Spiegelung

Anlass zur Durchführung einer Dickdarm-Untersuchung sind zum Beispiel unklare Bauchschmerzen, Durchfall (Diarrhoe), Veränderungen des Stuhlgangs, Blähungen (Meteorismus), Darmentzündung (Colitis), Divertikulitis, Polypen (Adenome), positiver Test auf occultes Blut oder Dickdarmkrebsverdacht.

Vor der Untersuchung

In einem ärztlichen Gespräch einige Tage vor der Untersuchung wird Ihnen der Untersuchungsablauf geschildert, werden Ihre Fragen beantwortet und die notwendigen Vorbereitungsmaßnahmen, individuell auf sie abgestimmt, erklärt.
Am gleichen Tag erfolgt eine Blutentnahme zur Bestimmung von Blutbild und Blutgerinnung.
Um die Untersuchung durchführen zu können, muss der Darm vorher komplett gereinigt werden. Hierzu dienen unterschiedliche Trinklösungen, die Ihnen nach dem ärztlichen Vorgespräch in unserer Praxis ausgehändigt werden. Der Geschmack dieser Trinklösungen wurde in den letzten Jahren deutlich verbessert. Damit eine optimale Sauberkeit erzielt wird, ist es leider erforderlich, dass Sie einige Tage vorher auf bestimmte Nahrungsmittel wie Körner, Vollkornprodukte, kernhaltiges Obst und Weißbrot verzichten. Einen entsprechenden Empfehlungsbogen erhalten Sie von uns. Am Vortag der Untersuchung können Sie dann leichte Speisen bis zum Mittag zu sich nehmen, danach allerdings nur noch Getränke, Suppen und Brühe.

Beginnen Sie schon hier möglichst viel zu trinken. Am Abend werden Sie meistens eines der unterschiedlichen Abführmittel einnehmen müssen, nach dessen Einnahme dann ca. 1 Stunde später die gewollte durchfallartige Stuhlentleerung eintritt. Bitte bleiben Sie in der Nähe einer Toilette.
Am Tag der Untersuchung wird diese Abführmaßnahme meistens wiederholt. Selten treten dabei Bauchmerzen oder Übelkeit auf. Bitte verlangsamen Sie dann das Trinken! Ihre Medikamente nehmen Sie bitte nur nach der im ärztlichen Vorgespräch gegebenen Anweisung ein!

Untersuchung

Die Endoskopische Untersuchung selbst erfolgt erst nach einem nochmaligen kurzen Begrüßungsgespräch, in dem auch eventuell neu aufgekommene Fragen Ihrerseits beantwortet werden können.
Nach einer vorherigen Inspektion der Analregion und einem grundsätzlichen Austasten des Enddarmes wird dann das Instrument (Endoskop), ein ca. 11 mm dünner Schlauch, an dessen Ende sich eine elektronische Kamera befindet über den After in den Dickdarm bis in den unteren Dünndarm eingeführt. Um eine ausreichende Sicht zu erzielen, muss dabei Luft in den Darm eingeblasen werden. Das entstehende Live-Bild wird auf einen Fernsehmonitor übertragen. Dadurch lassen sich auch kleinste Veränderungen der Schleimhaut wie z.B. Polypen und Entzündungen sehr genau erkennen. Die Koloskopie ist, verglichen mit anderen Methoden, die genaueste und beste Darmuntersuchung, der sog. Goldstandard. Im Gegensatz zur Röntgenuntersuchung und virtuellen Koloskopie kann man Restverunreinigungen abspülen, schmerzlos Gewebeproben entnehmen und Polypen entfernen. Polypen sind Gewebeveränderungen aus denen sich Krebs entwickeln kann. Die Untersuchung erfordert gewisse Zeit, die unter anderem von den individuellen anatomischen Gegebenheiten (Darmschlingen, Verwachsungen etc.) abhängig ist und deshalb variieren kann. Nach ca. 20 Minuten werden Sie in einen Aufwachraum begleitet, in dem Sie noch etwas entspannen können.
Danach wird Ihnen in einem Auswertungsgespräch der erhobene Befund erläutert und schriftlich mit Therapieempfehlungen überreicht.

Narkose

Bei der endoskopischen Untersuchung können Sie auf Wunsch bzw. bei Bedarf ein Schlaf/Narkosemittel erhalten, deren Wirkung wir genau Ihren Bedürfnissen anpassen können um eine beschwerdefreie Untersuchung durchzuführen. Dann erfolgt eine spezielle Kreislaufüberwachung mittels modernem Monitoring und Dokumentation in einem sogenannten Narkoseprotokoll. In einem separaten Ruheraum können Sie nach Untersuchungsende aufwachen. Da die Wirksubstanz noch längere Zeit im Körper verweilt, dürfen Sie bis zum Folgetag kein KFZ oder Fahrrad fahren, keine Maschinen bedienen und sind juristisch nicht geschäftsfähig. Bei Bedarf erhalten Sie deshalb eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung.
Insgesamt sollten sie mindestens ca. 1 Stunde Praxisaufenthalt einplanen. Je nach Befund oder eventuell erfolgtem Eingriff, kann sich die erforderliche Aufenthaltsdauer aber verlängern.

Nach der Untersuchung

Selten kommt es noch nach der Untersuchung zu Blähungen und Bauchkrämpfen durch Reste der eingeblasenen Luft. Durch Bewegung, Bauchmassage und Ablassen können Sie dies reduzieren.
Bei allerdings starken oder zunehmenden Schmerzen, Fieber, Kreislaufstörungen oder Blutabgängen sollten Sie umgehend die Praxis verständigen oder ein Krankenhaus aufsuchen um eine Komplikation auszuschließen.